Semesterthema

 

Studienordnung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt für den Studiengang "Historische Kunst- und Bilddiskurse" im Rahmen des Elitenetzwerkes Bayern

Aufgrund des Art. 5 § 3 Satz 1 des Konkordats mit dem Heiligen Stuhl vom 29. März 1924 (BayRS 2220-1-K) erlässt die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt folgende Studienordnung:

§ 1 Geltungsbereich, Zuständigkeit

(1) Die vorliegende Studienordnung beschreibt Ziele, Inhalte und Verlauf des Studiengangs "Historische Kunst- und Bilddiskurse" mit den möglichen Abschlüssen „Master of Arts with honours (M.A.)“ und „Magister Artium (M.A.)“, der in Zusammenarbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Augsburg und Regensburg angeboten wird.

(2) 1Die beteiligten Lehrstühle, Institute und Abteilungen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Augsburg und Regensburg sind für die Sicherstellung des Lehrangebots gemeinsam verantwortlich. 2Für die Koordination ist der federführende Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zuständig.

§ 2 Beschreibung des Studienganges

(1) 1Der Studiengang "Historische Kunst- und Bilddiskurse" wendet sich zum einen an Absolventinnen und Absolventen mit einem ersten berufsqualifizierenden Studienabschluss (Bachelor, Diplom, Magister, Staatsexamen) in den Fächern Klassische Archäologie, Kunstgeschichte sowie in anderen Wissenschaften, die sich mit visueller Kultur befassen (beispielsweise Literaturwissenschaften, Philosophie). 2Zum anderen wendet er sich an qualifizierte Studentinnen und Studenten, die in einem der in Satz 1 aufgeführten Studiengänge eine herausragende Zwischenprüfung im Sinne des § 4 Abs. 2 der Prüfungsordnung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt für den Studiengang „Historische Kunst- und Bilddiskurse“ im Rahmen des Elitenetzwerkes Bayern (Prüfungsordnung) nachweisen können.

(2) 1Der sowohl transdisziplinär als auch international ausgerichtete Studiengang führt in die Kunst- und Bilddiskurse von der klassischen Antike bis zur Gegenwart ein. 2Er vermittelt vertiefte Kenntnisse in der Theorie, der Kritik und der Erforschung von Kunst und Bild in den europäischen Kulturnationen und den postkolonialen Kulturen. 3Die Studentinnen und Studenten erwerben professionelle Fähigkeiten zur praktischen Erforschung und Interpretation von visuellen Kulturgütern. 4Darüber hinaus erhalten sie die Möglichkeit, ihr Methodenbewusstsein sowohl durch historisch-kritische als auch internationale, komparatistische Perspektiven zu schärfen.

(3) 1Der Studiengang qualifiziert für die wissenschaftsbezogene Berufstätigkeit in den Fächern Klassische Archäologie, Kunstgeschichte sowie bei entsprechender Schwerpunktbildung auch in jenen Wissenschaften, die sich der Geschichte der visuellen Kultur und der Medien widmen (Foto- und Filmgeschichte, Literaturwissenschaften mit Schwerpunkt Text-Bild-Verhältnis). 2Schließlich können Kompetenzen in den Arbeitsgebieten der philosophischen Ästhetik und der Medienphilosophie erworben werden. 3Der Elitestudiengang fasst die Kompetenz verschiedener Disziplinen zusammen, die sich mit der Geschichte der Kunst, des Bildes und der Visualität befassen, wie beispielsweise Kunstgeschichte und Archäologie, Literaturwissenschaften und Philosophie. 4Er ist nicht in Haupt- und Nebenfächer differenziert, sondern wird als transdisziplinär integrierter Studiengang angeboten.

(4) 1Folgende wissenschaftliche Einrichtungen tragen und vertreten den Studiengang "Historische Kunst- und Bilddiskurse":

  1. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Lehrstuhl für Kunstgeschichte
  2. Ludwig-Maximilians-Universität München, Department Kunstwissenschaften, Lehrstuhl für klassische Archäologie, Institut für Slawistik und Fakultät für Philosophie und Religionswissenschaften
  3. Universität Augsburg, Lehrstuhl für Kunstgeschichte
  4. Universität Regensburg, Lehrstuhl für Kunstgeschichte und Lehrstuhl für  Archäologie

2Darüber hinaus wirken folgende außeruniversitäre wissenschaftliche Institutionen und Museen mit:

  1. Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München, Direktion, Forschungsreferat und Stipendiatenbetreuung sowie Redaktionsleitung des Reallexikons zur Deutschen Kunstgeschichte
  2. Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Deutsche Literatur des Mittelalters und Kommission zur Edition der Werke Schellings
  3. Münchener Stadtmuseum, Fotomuseum und Filmmuseum

(5) 1Die sprachpraktische Ausbildung erfolgt gegebenenfalls in Sprachkursen, die durch die beteiligten Universitäten angeboten werden. 2Sprachkenntnisse können ferner im Zuge des Auslandssemesters vertieft werden.

§ 3 Studienziele

(1) 1Der Studiengang "Historische Kunst- und Bilddiskurse" vermittelt die historisch-kritische Kenntnis der grundlegenden Debatten, die von der klassischen Antike bis zur Gegenwart über Bilder und über Kunst geführt worden sind. 2In exemplarischen Studien vertieft er die Kenntnis der Methoden zur Erschließung und Interpretation von Gegenständen der Kunst- und Bildwissenschaften. 3Den anwendungsbezogenen, d.h. systematisch-synchronischen Aspekt erweitert er um eine historisch-kritische, diachronische Perspektive. 4Er vermittelt die Fähigkeit, Fragestellungen, die an Kunstwerke und Bildmedien herangetragen wurden und werden, vor dem Hintergrund ihres jeweiligen geschichtlichen Kontextes kritisch zu bewerten. 5Der Studiengang vermittelt ein vertieftes diskursgeschichtliches Bewusstsein nicht allein mit Blick auf die Kunstgeschichte und die Bildwissenschaft im deutschsprachigen Raum. 6Vielmehr werden Bild- und Kunstdiskurse durchweg in komparatistischer Perspektive betrachtet. 7Die nationalen Traditionen und die institutionelle Praxis des Faches im europäischen Ausland und in Amerika werden systematisch in die Fachausbildung einbezogen.

(2) 1In dem Studiengang sollen die Studentinnen und Studenten die Grundlage für die wissenschaftliche oder wissenschaftsbezogene Tätigkeit in den Berufsfeldern der visuellen Kultur erwerben. 2Dazu zählen, im Bereich der Klassischen Archäologie und der Kunstgeschichte, Tätigkeiten in Museen und Kunstvereinen, in der Denkmalpflege sowie in Forschung, Kunstvermittlung und Lehre. 3Darüber hinaus werden Kompetenzen für den gesamten Bereich der Kunst- und Bildproduktion vermittelt, die auch für die Berufsfelder der Foto-, Film- und Mediengeschichte, der Geschichte des Verhältnisses von Text- und Bildkulturen sowie der Ästhetik und Medienphilosophie qualifizieren.

§ 4 Qualifikationsvoraussetzungen

Die Qualifikation für den Studiengang bestimmt sich nach den §§ 4 und 5 der Prüfungsordnung.

§ 5 Regelstudienzeit, Aufbau des Studienganges nach Modulen

(1) 1Der Studienganges "Historische Kunst- und Bilddiskurse" ist einschließlich aller Prüfungsleistungen in einer Regelstudienzeit von vier Semestern zu absolvieren. 2Neueinschreibungen sind jeweils nur zum Wintersemester möglich.

(2) 1Das Curriculum ist modularisiert. 2Mindestens zwei inhaltlich aufeinander bezogene Lehrveranstaltungen bilden ein Modul, das sich über höchstens zwei aufeinanderfolgende Semester erstreckt. 3In dem interdisziplinär ausgerichteten Studiengang ist die Verknüpfung mit anderen Fachrichtungen grundlegend und durchzieht die Struktur der einzelnen Lehrveranstaltungen und der einzelnen Module.

(3) 1In den ersten zwei Semestern absolvieren die Studentinnen und Studenten ein Pflichtmodul „Methoden“, also ein intensives Einführungsmodul zu den Diskurstypen und den Methodologien der Kunst- und Bildwissenschaften. 2Sie erwerben darin grundlegende Kompetenzen in den „Kunstdiskursen“ wie

  1. Kunsttheorie,
  2. Kunstkritik,
  3. in der Fachgeschichte der Archäologie und Kunstgeschichte.

3Des Weiteren erwerben sie grundlegende Kompetenzen in den „Bilddiskursen“ wie

  1. der philosophischen Ästhetik,
  2. den Bildtheorien und
  3. den Medientheorien des 20. Jahrhunderts (sowohl Foto- und Filmtheorie wie auch allgemeine Medientheorie).

4Die Methodenkurse zu diesen Einzelbereichen werden jeweils von zwei Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen ausgerichtet. 5Der Unterricht zu den genannten Bereichen wird sowohl von den Lehrenden der beteiligten Universitäten und Forschungsinstitutionen als auch von Gastprofessorinnen und Gastprofessoren unterrichtet, die sich aus der Perspektive ihrer nationalen Forschungs- und Institutionstraditionen damit befassen.

(4) 1Daneben wählen die Studentinnen und Studenten in den ersten zwei Semestern in zwei Wahlpflichtmodulen Hauptseminare zu den beiden Bereichen „Historische Kunstdiskurse“ sowie „Historische Bilddiskurse“. 2Innerhalb dieser zwei Module sind die Studentinnen und Studenten dazu aufgefordert, einerseits kunsthistorische und archäologische, andererseits bildwissenschaftliche, mediengeschichtliche und philosophische Kenntnisse exemplarisch zu vertiefen. 3Die Bereiche Historische Kunst- und Bilddiskurse sind also aufeinander bezogen. 4Systematisch wird ihr Zusammenspiel innerhalb der historischen Systeme der Medien und der Künste thematisiert. 5Die vertiefenden Hauptseminare in beiden Wahlpflichtmodulen sollen zudem thematisch auf das Semesterthema nach Absatz 7 bezogen sein.

(5) 1Die Veranstaltungen im Wahlpflichtmodul „Historische Kunstdiskurse“ widmen sich der Kunst exemplarisch im Rahmen eines radikal historisierten Kunstbegriffs. 2Dabei wird der Ausdifferenzierung der historischen Institutionen der Kunstrezeption besondere Aufmerksamkeit geschenkt. 3Die Funktion der künstlerischen Bildproduktion wird im Rahmen der allgemeinen, nicht primär auf eine künstlerische Rezeption ausgerichteten Bildproduktion studiert. 4Besondere Aufmerksamkeit gilt auch der späteren Rezeption von Bildwerken als Kunst durch die Musealisierung und die kunsthistorische Aufarbeitung.

(6) 1Die Hauptseminare im Wahlpflichtmodul „Historische Bilddiskurse“ gelten der nicht oder nicht primär auf die Rezeption als Kunst ausgerichteten Bildproduktion – sei es, dass der rituelle oder kultische Gebrauch des Bildes, der kommerzielle Vertrieb oder die propagandistische Funktion im Vordergrund standen. 2Die Perspektive auf die Bildproduktion erfolgt von der Kunst aus, und zwar unter zweierlei Aspekten. 3Zum einen wurde oft das nicht oder nicht primär künstlerische Bildschaffen später als Kunst rezipiert. 4Diese Rezeption als Kunst wird in der Wirkungsgeschichte der Werke systematisch mitberücksichtigt. 5Zum anderen musste unter dem Druck der in rascher Folge neu erfundenen Bildtypen und -medien auch die „hohe“ Kunst sich immer schneller neu erfinden. 6Mit zunehmender Ausdifferenzierung der Kunstdiskurse übernimmt eine intellektualisierte Hochkunst zudem die Funktion der Kritik der jeweiligen zeitgenössischen Medienproduktion. 7Beim Studium der Bildmedien des 19. und 20. Jahrhunderts wird deren kritische Thematisierung in der Kunst von den Avantgarden bis zur Postmoderne mitberücksichtigt.

(7) 1Der Elitestudiengang gibt sich in jedem Semester ein Thema. 2Dazu wird am Ende des Semesters ein dreitägiges Projektseminar geblockt als Workshop abgehalten. 3In diesem Projektseminar finden alle Studentinnen und Studenten des ersten Studienjahrs und die Lehrenden des Studiengangs zu einer interdisziplinären Debatte zusammen. 4Die Studentinnen und Studenten bereiten für die Projektseminare in Arbeitsgruppen themenbezogene Kurzreferate und Präsentationen vor. 5Bei der Vorbereitung werden sie in Tutorien beraten.

(8) 1Das dritte Semester verbringen die Studentinnen und Studenten an einer Universität im Ausland, bevorzugt an einer Universität oder Eliteschule, mit denen der Studiengang im Rahmen eines Internationalen Netzwerks für Kunstgeschichte eine feste Partnerschaft unterhält. 2Bereits im zweiten Semester werden die Studentinnen und Studenten durch Mentorinnen und Mentoren, d.h. Kommilitoninnen und Kommilitonen des vierten Semesters, bei der Vorbereitung des Auslandssemesters beraten. 3Ein Kolloquium, das zu Anfang des dritten Semesters noch während der Semesterferien vor dem Auslandsaufenthalt ausgerichtet wird, bereitet sie zeitnahe auf die zielführende Gestaltung des Auslandssemesters vor. 4Im Ausland werden sie unter intensiver Betreuung in Kolloquien und Seminaren in die methodologischen und institutionellen Traditionen des Gastlandes eingeführt. 5Das Modul „Methoden und Institutionen im Ausland“ besteht aus einem Kolloquium, drei im Ausland zu absolvierenden Hauptseminaren und zwei Übungen beziehungsweise Vorlesungen oder gleichwertigen Studien- und Prüfungsleistungen, die innerhalb des Programms der ausländischen Partneruniversitäten erbracht werden.

(9) 1Im vierten Semester schreiben die Studentinnen und Studenten, begleitet durch ein Kolloquium, ihre Abschlussarbeit. 2Sie bearbeiten dazu Themen, die nur auf der Grundlage vertiefter methodologischer und institutioneller Traditionen des Kunst- und Bildwissenschaften bearbeitet werden können. 3Sie nehmen an einer internationalen Frühjahrsakademie teil, die von einem Internationalen Netzwerks für Kunstgeschichte ausgerichtet wird. 4Dort erhalten sie die Möglichkeit, ihre Themenstellungen oder damit eng verwandte Themen vor einem hochkarätigen internationalen Fachpublikum zur Diskussion zu stellen. 5Die Abschlussprüfung erfolgt als Disputation. Neben den Lehrenden des Studiengangs können ausländische Fachkollegen als Mitgutachter am Prüfungsverfahren teilnehmen.

§ 6 Ausbildungsinhalte

(1) Der Studiengang vermittelt

  1. Schlüsselqualifikationen der kunst- und bildwissenschaftlichen Arbeit, d. h. der Dokumentation und Interpretation von Kunstwerken und von Erzeugnissen der visuellen Kultur,
  2. fortgeschrittene Kenntnisse der Diskurse und Methodologien der Kunstwissenschaften und der visual studies, die ebenso anwendungsbezogen vorgestellt wie auch historisch-kritisch studiert werden,
  3. die intensive Begegnung mit der Kunst und den Bildmedien anderer europäischer Sprachkulturen und vertiefte Kenntnisse der methodologischen und institutionellen Traditionen dieser Sprachkultur.

Der Elitestudiengang "Historische Kunst- und Bilddiskurse" zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  1. 1In den Lehrveranstaltungen arbeiten Kunsthistoriker, Archäologen, Literaturwissenschaftler und Philosophen aus unterschiedlichen Universitäten und Forschungseinrichtungen interdisziplinär zusammen. 2Die Veranstaltungen genügen den Anforderungen der beteiligten Disziplinen, vermitteln aber über Spezialprobleme hinaus transdisziplinär relevantes Wissen.
  2. Die angestrebte Internationalität ist durch die Integration des Studiums in ein seit 2002 funktionierendes Internationales Netzwerk für Kunstgeschichte gewährleistet.
  3. Diskurse und Methoden der Kunst- und Bildwissenschaften werden sowohl anwendungsbezogen als auch historisch-kritisch vorgestellt.
  4. Die institutionellen und methodischen Traditionen anderer Sprachkulturen werden komparatistisch in die Ausbildung einbezogen.
  5. Bildmedien von illustrierten Handschriften bis zu Fotografie und Film, einschließlich ihres intermedialen Zusammenhangs im System der Künste und der Bildproduktion (unter besonderer Berücksichtigung von dessen historischen Wandlungen) werden systematisch, praxisnahe studiert.
  6. 1Die Studentinnen und Studenten werden durch die Lehrenden und während des zweiten Semesters, in dem sie sich auf das Auslandsstudium vorbereiten, durch Mentorinnen und Mentoren eingehend und fortlaufend beraten. 2Sie fassen in jedem Semester in einem Bericht das jeweils Erreichte und ihre Ziele zusammen. 3Dieser Bericht wird mit einem Hauptbetreuer eingehend besprochen.

§ 7 Lehrveranstaltungsformen

(1) 1Die Studentinnen und Studenten beteiligen sich an der Vorbereitung, der Durchführung und der kritischen Selbstevaluierung der Lehrveranstaltungen. 2Besonders gefördert werden Fähigkeiten wie der mündliche Vortrag, der sowohl dem Thema als auch dem jeweiligen Publikum gerecht werden soll, die professionelle Präsentation unter Einbeziehung moderner Medien und die Arbeit in wechselnden nationalen und internationalen Teams.

(2) Veranstaltungsformen sind insbesondere:

  1. Methodenkurse
  2. Hauptseminare
  3. Projektseminare/Workshops; Tutorien
  4. Kolloquien
  5. internationale Frühjahrsakademie
  6. Abschlussarbeit (Master- oder Magisterarbeit)
  7. Disputation

(3) 1Methodenkurse innerhalb des Einführungsmoduls Methoden führen aufgrund der Lektüre historischer Schlüsseltexte in verschiedene Diskurstypen der Kunst- und Bildgeschichte ein. 2Sie vermitteln die grundlegende methodologische Fertigkeiten und ein historisch-kritisches Methodenbewusstsein. 3Sie werden in der Regel von zwei Lehrenden aus unterschiedlichen Disziplinen oder thematischen Bereichen der Kunst- und Bildwissenschaften gemeinsam angeboten.

(4) 1Hauptseminare (innerhalb der Module „Historische Kunstdiskurse“ und „Historische Bilddiskurse“ sowie im Modul „Methoden und Institutionen im Ausland“) dienen der exemplarischen Vertiefung methodischer und diskurshistorischer Fragestellungen. 2Kurze Referate zu fest umrissenen Fragestellungen werden einzeln oder in kleinen Teams vorbereitet und stets gehalten. 3Sowohl der thematische Beitrag als auch die Form und Methode der Präsentation werden im Gruppengespräch kritisch evaluiert. 4Die Hauptseminare innerhalb der Module „Historische Kunstdiskurse“ und „Historische Bilddiskurse“ werden in der Regel von zwei Lehrenden gemeinsam abgehalten.

(5) 1Projektseminare/Workshops (innerhalb der Module „Historische Kunstdiskurse“ und „Historische Bilddiskurse“) werden geblockt während mehrerer Tage ausgerichtet. 2Sie führen die Studentinnen und Studenten und die Lehrenden des gesamten Studiengangs zum internationalen, transdisziplinären Dialog um übergeordnete Themenstellungen zusammen, die für jedes Semester jeweils einvernehmlich neu ausgewählt werden. 3Sie vermitteln die Fähigkeit, in kleinen Arbeitsgruppen in Bezug auf das Semesterthema interdisziplinär bestimmte Problemkreise auszuwählen, sie selbständig auszuarbeiten und zu präsentieren. 4Während der Vorbereitung werden die Studentinnen und Studenten in Tutorien beratend begleitet.

(6) 1Ein Kolloquium zu Anfang des dritten Semesters (innerhalb des Moduls „Methoden und Institutionen im Ausland“ sowie des „Prüfungsmoduls“) gibt den Studentinnen und Studenten Gelegenheit, ihre Interessen und Vorhaben für das Auslandssemester unter interdisziplinärer Anleitung zu präzisieren und einen Studienplan auszuarbeiten, der ihnen zielführend die Begegnung mit ausländischen methodologischen und institutionellen Traditionen in den für den Studiengang relevanten Disziplinen ermöglicht. 2Im vierten Semester werden die Studentinnen und Studenten in einem weiteren Kolloquium kritisch bei der Ausarbeitung ihrer Master- oder Magisterarbeit begleitet.

(7) 1Im vierten Semester besuchen die Studentinnen und Studenten eine internationale Frühjahrsakademie, die mindestens für die Dauer von einer Woche von einem Internationalen Netzwerk für Kunstgeschichte jeweils in einem anderen Land ausgerichtet wird. 2Diese Veranstaltungen werden zu einem Themenkreis ausgerichtet, der eine bestimmte methodologische Perspektive auf die beteiligten Fächer beinhaltet, ohne den Interessenkreis allzu sehr einzuengen. 3Dort erhalten die Studentinnen und Studenten die Gelegenheit, Ergebnisse ihrer eigenen Forschung oder zu eng verwandten Fragestellungen vor einem internationalen, interdisziplinären Publikum vorzustellen.

(8) 1Die Themenstellung der Abschlussarbeit soll entweder unmittelbar historische Kunst- und Bilddiskurse betreffen oder aber Fragestellungen und Kunstwerken gelten, die nur vor dem Hintergrund der verschiedenen Typen des kunstwissenschaftlichen Diskurses bearbeitet werden können. 2Die Arbeit soll eine Länge von 60 bis 80 Standardseiten nicht überschreiten. 3Abschlussarbeiten in den großen europäischen Kultursprachen werden zur Begutachtung angenommen, sofern die Prüferinnen und Prüfer damit einverstanden sind. 4Die Abschlussarbeit soll am Ende ein Resümee in englischer oder gegebenenfalls in deutscher Sprache erhalten.

§ 8 Inkrafttreten

Die Studienordnung tritt am 1. Juli 2006 in Kraft.

 

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 Tutorium, Klausurtermine und Veranstaltungskalender des Wintersemesters 2010/11 (xls 55 kB)
17.10.10 


Wintersemester 2010/2011: Vorläufiges kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (PDF 123 KB) für das Winter- semester 2010/11. Die Lehrveranstaltungen im Überblick  (PDF 37kB). 
23.09.10


Sommersemester 2010:
Die Lehrveranstaltungen im Überblick und als Kalender (PDF 37kB). Detailinformationen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen [mehr]
25.03.10


 Frühjahrsakademie über  "Portrait" in Florenz, 31.5. - 5.6.2010, Bewerbungs-Deadline 20.1. (!), Internationales Netzwerk für Kunstgeschichte.   [mehr]
21.12.09


"Demokratisierung des Luxus in der Malerei des 19. Jahr- hunderts. Portrait und Genre bei John Everett Millais"
Vortrag von Nele Putz, Absol- ventin des Studiengangs, anläßlich der Absolventenfeier des Elitenetzwerk Bayerns [mehr]
12.11.09


 Die Broschüre mit ausführ- lichen Informationen über den Studiengang  steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung
Broschuere (PDF 450kB)


 

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© 2009 KU Eichstätt, Impressum. Letzte Aktualisierung: 18.10.2010