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Projektseminar 2007 in Landshut
Was ist der Mensch?– Bei Immanuel Kant laufen die philosophischen Kernfragen auf diese alles überspannende Grundfrage zu. Angereichert durch verwandte oder lose konnotierte Themen bestimmte die Anthropologie als Bild vom Menschen die Diskussionen des Studienganges Historische Kunst- und Bilddiskurse während des viertägigen Projektseminars im niederbayerischen Landshut. In Vorträgen und Debatten wurde etwa das komplexe Verhältnis zwischen eigener und fremder Identität beleuchtet, wie es etwa im so problematischen wie opakisierenden Begriff des Primitivismus ausgedrückt ist. Gravierend sind auch die methodologischen Implikationen, wie eine größere Sektion mit Vorträgen und Diskussionen zur Frage der Museologie den Teilnehmenden erschloß, in welcher die Gastdozentin dieses Semesters, Prof. Claude Imbert von der École Normale Supérieur, Paris, Einblicke in ihre eigene Forschung gewährte. Das „Museum des Anderen“, in welchem Artefakte fremder Völker gesammelt werden, ist hierbei immer auch und oft versteckt das „Museum des Eigenen“; wissenschaftliche Kreativität machte es überdies möglich, sogar einen Streiflicht auf das „Museum der Zukunft“ zu werfen. In diesem wandelt der „neue Mensch“, der sich somit als ein Fall für die avantgardistische Menschenwissenschaft namens „Kybernetische Anthropologie“ erweist. Einen Kontrast zu solch futuristischen Höhenflüge bildete die Führung durch die Landshuter Stadtresidenz durch Klaus Endemann.
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© 2009 KU Eichstätt, Impressum. Letzte Aktualisierung: 21.09.2011


















