Semesterthema

 

Projektseminar im Wintersemester 2009/10 zum Semesterthema Körper-Sehen

Es wurden Augengeschichten erzählt und analysiert, über den Narzissmus diskutiert oder der künstliche Mensch untersucht: Das Semesterthema des Studiengangs „AISTHESIS. Historische Kunst- und Literaturdiskurse“ lautete im Wintersemester 2009/10 spannungsreich „Körper - Sehen“. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen Möglichkeiten, zwischen dem Sehen selbst und dem gesehenen Körper, besonders aber dem nie sich selbst sehenden Auge, künstlerische, literarische und philosophische Beziehungen herzustellen. Das doppelperspektivische Thema schien besonders geeignet, nach der tiefgreifenden Umstrukturierung des Studienganges den nun aufgewerteten Anteil der Literaturwissenschaften am Programm zu akzentuieren. Auf Schloß Hirschberg wurden auf einer intensiven Tagung die Ergebnisse des Semesters zusammengetragen und lebendig diskutiert. Wie etwa wird der uralte Traum vom künstlichen Menschen in der Vorstellung des Klonens aktualisiert, oder sollen die Körper eher geradezu überwunden werden, wie das in Tarkowskijs Film-Klassiker Solaris nahegelegt wird? Warum führt die Objektivierung und Verkörperlichung des Sehens zu grausamen Akten wie in Batailles Geschichte vom Auge? Fortgeführt wurde in Hirschberg auch die Tradition, die projektierten Abschlußarbeiten zur Diskussion zu stellen, welche sich glücklich in das Semesterthema fügten und sowohl etwa über das Porträt im vorreformatorischen Nürnberg wie auch den Präsentationsstil der modischen Präsidentengattin Michelle Obamas Aufschluß gaben.

 

Das Projektseminar des SS 09 zum Semesterthema "Zivilisation und Subjektivität" fand statt in Eichstätt vom 26.07. bis 28.7.09

 

7. Internationale Frühjahrsakademie in Montréal 

Bericht (pdf 437 kb) über die Teilnahme von drei Studierenden des Studiengangs „Historische Kunst- und Bilddiskurse“ sowie einer Doktorandin in Cotutelle der Universitäten Eichstätt-Ingolstadt und der Université de Paris-Panthéon-Sorbonne (Paris I) an der Internationalen Frühjahrsakademie in Montréal über das Thema ‚Kunst und der Begriff der Zivilisation‘  vom 10. bis 16. Mai 2009, ausgerichtet durch das Internationale Netzwerk für Kunstgeschichte (porartibus.net).
Die Reise wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des  Bayerisch-Französischen Hochschulzentrum sowie der Bayerischen Forschungsallianz  

 

 

Projektseminar WS 08/09 zum Thema "Natur" auf Schloß Höchstädt

 

 

Informationsveranstaltungen

für Studieninteressenten/Innen zur Bewerbung im  Wintersemester 2009/10 fanden am 17. und 23. Juni 2009  Informationssveranstaltungen statt in München, Regensburg und Eichstätt.

Veranstaltungsplakat als Pdf (970 kB)


 

 

Projektseminar SS 08 zum Semesterthema "Das Eine und das Viele" in Eichstätt mit anschließender Exkursion nach Schloss Nymphenburg und Kloster Schäftlarn

 

 

Internationale Frühjahrsakademie in Giverny





 

 

Blockseminar an der Venice International University, San Servolo, April 2008

 

Projektseminar/Workshop auf Schloss Hirschberg, WS 07/08

 




 

Exkursion nach Paris zur Ausstellung "Gustave Courbet" im Dezember 2007

 

 

Projektseminar in Landshut, SS 07

 

 

 

Eröffnung durch Prof. Dr. Wimmer im Spiegelsaal der ehem. Residenz Eichstätt

Internationale Frühjahrsakademie 2007 tagte in Eichstätt

 

 

 

Projektseminar auf Schloß Neuburg WS 06/07

 


Prof. Dr. Gabriele Bickendorf: Schule des Sehens.

Die künstlerischen Schulen und der kunsthistorische Blick
Das moderne Kunstmuseum, das im 19. Jahrhundert seinen Siegeszug über ganz Europa antrat und dessen Konzept bis heute noch im wesentlichen die öffentlichen Sammlungen bestimmt, beruht auf dem Ordnungsprinzip der künstlerischen Schulen. Eine Hängung nach Schulen war erstmalig 1781 in der Wiener Gemäldegalerie erprobt worden und hatte sich als überzeugende Form erwiesen, die Geschichte der Kunst am Original sichtbar und didaktisch vermittelbar werden zu lassen. So neu, wie die Zeitgenossen annahmen, war das System allerdings nicht. Vielmehr beruhte es auf einer langen Schulung des Blicks, bei der das illustrierte Kunstbuch eine zentrale Rolle gespielt hatte. Der Vortrag lädt ein zu einer Archäologie des Kunsthistorischen Sehens im Kontext von Sammlungsgeschichte, wissenschaftlicher Illustration sowie Theorie und Praxis der Kennerschaft.?Prof. Dr. Gabriele Bickendorf ist Ordinaria für Kunstgeschichte an der Universität Augsburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissenschaftsgeschichte und der Geschichte der Visualisierung des Wissens, der Graphik des 16. und 17. Jahrhunderts sowie in der Malerei und Fotografie der Moderne nach 1945.?Vortrag am 29. November 2006, 18 Uhr c.t.?Vortragsraum 242, II. OG, Meiserstraße 10

 


 Mitgliedertagung des Elitenetzwerks Bayern

Am 20. - 21. Oktober 2006 fand erstmals eine Mitgliedertagung des Elitenetzwerks Bayern statt. Bei diesem Treffen stellten sich alle Studiengänge vor, darunter auch unser Masterstudiengang, der erst eine Woche zuvor gestartet war. Für unserer Studenten war es eine hervorragende Gelegenheit, schon zu Beginn ihres Studiums den Umfang, die Struktur und die Qualität des Netzwerks zu erleben.

 


 Vorträge von Henri Zerner, Harvard University und Paris
Erster Vortrag: "The power of discourse: Romanticism as permanent revolution." Zur Eröffnung des Masterstudiengangs "Historische Kunst- und Bilddiskurse" (Elitenetzwerk Bayern). Zuvor Grußwort von Jacques Fleck, Attaché für Wissenschafts- und Universitätskooperation der französischen Botschaft, und Einführung von Michael F. Zimmermann, Sprecher des Studiengangs Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, KG I, Bau A, Raum 201, Dienstag, 24.10., 19 Uhr st.
Zweiter Vortrag: "Connoisseurship and Kunstwissenschaft: Giovanni Morelli between Italy and the German tradition" Zuvor Grußwort von Jacques Fleck, Attaché für Wissenschafts- und Universitätskooperation der französischen Botschaft, und Einführung von Michael F. Zimmermann, Sprecher des Studiengangs Am Donnerstag, 26. Oktober 2006 um 18 Uhr c.t. im Vortragsraum 242, II. OG, des ZI in der Meiserstraße 10


               
Eröffnungstagung "Zeit im Bild.Die Bedeutung der Temporalität in bildender Kunst und Kunsttheorie um und seit 1800"
Eine interdisziplinäre Tagung der Kunstgeschichte und Philosophie 9.-11.Oktober 2006 Siemens-Stiftung München. Faltblatt.
Eine Eröffnungstagung mit internationaler Besetzung, die sich dem Zeitrum um 1800 widmet, dient dazu, die Fragestellungen von Anfang an auf das Niveau zu heben: Studierenden des Elite-Studiengangs wird es ermöglicht, an dieser Tagung aktiv teilzunehmen.   Die Tagung wird veranstaltet vom Institut für Kunstgeschichte (Prof. Dr. Hubertus Kohle) und dem Philosophie-Departement der Ludwig-Maximilians-Universität (Prof. Dr. Günter Zöller), der Schelling-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Internationalen Schelling-Gesellschaft Leonberg (Prof. Dr. Jörg Jantzen, Dr. Thomas Kisser) in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Andrea Esser (Institut für Philosophie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen) und Frau Dr. Karin Leonhard (Institut für Kunstgeschichte, Universität Eichstätt) und in Kooperation mit dem Centre d´Histoire et de Théorie des Arts (CEHTA) der École des Hautes Études en Sciences Sociales (Mme. Prof. Dr. Danièle Cohn). Sie bildet den thematischen Auftakt des Elite-Masterstudiengangs ‚Historische Kunst- und Bilddiskurse’. Der Besuch der Tagung ist empfohlen, aber für die Studierenden nicht verpflichtend.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zeigt sich in der gesellschaftlichen Wirklichkeit wie den Wissens- und Symbolformen die Zeitlichkeit zunehmend als eigentliche Grunddimension der menschlichen Existenz. Während die Bedeutung und strukturelle Wandlung des Verständnisses der Temporalität in der Philosophie und der Mentalitätsgeschichte im allgemeinen, sowie in der wissenschaftlichen Analyse der künstlerischen Ausdrucksformen der Literatur und Musik in der als Sattelzeit apostophierten zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und um 1800 intensiv bearbeitet wird, wird die Geschichte der Bildenden Kunst kaum unter dem Aspekt der Temporalität befragt. Die Frage scheint für die Bildende Kunst besondere Probleme aufzuwerfen, wohingegen die Bedeutung der Zeit für die Formen der Musik und der Literatur offenkundig erscheint. Aufgabe der Tagung soll es sein, insbesondere im Gespräch von Kunstgeschichte und Philosophie der Frage nach der Zeit im Bild nachzugehen. Kann die Zeit überhaupt ins Bild gesetzt und so ein Bild der Zeit gegeben werden und was steuert die polyfokal, reflexiv und sentimentalisch werdende Kunst um 1800 zu dieser Frage bei? Inwiefern wirken die Anfänge einer neuen Zeitkonzeption der Kunst um 1800 in die weitere Entwicklung und ihr Bemühen, die Zeitlichkeit des Daseins künstlerisch darzustellen, hinein? Die Tagung soll erstens zu einer interdisziplinären Diskussion und gegenseitigen Erhellung der in und von Philosophie und Kunstgeschichte gleichermaßen aufgeworfenen Fragen beitragen; sie soll zweitens als internationales Forum französische und deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in eine fruchtbare Gesprächssituation bringen und sie soll drittens einen methodischen Pluralismus zulassen, in dem verschiedene Ansätze wie Hermeneutik, Ikonographie, Formanalyse, Theorie der Subjektivität, Diskursanalyse, Dekonstruktion und Systemtheorie, die sich selbst alle schon im Konzept eines bestimmten Zeitbegriffes verstehen, konkretisiert und auf ein Geschehen bezogen werden, das unsere heutige Welt immer umfassender prägt: der beginnenden Temporalisierung der Wirklichkeit um 1800.

 

 

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© 2009 KU Eichstätt, Impressum. Letzte Aktualisierung: 04.06.2010