Innenwelten und Surrealismen in Bildender Kunst, Fotografie und Film (Drude - Liptay)
Ort: Augsburg, Universität, Kunstgeschichte Raum 8013 im BCM Gebäude
Zeit: 14-täglich, Do 30.4., 14.5., 28.5., 25.6., 9.7., 23.7. jeweils von 15.45 - 19.00 Uhr
Die Realität erhält die Aura des Phantastischen, das Phantastische wird scheinbar real:
Die Künstler des Surrealismus suchten die eigentliche Wirklichkeit des Menschen im Unbewussten. So werden die der Ratio nicht zugänglichen Triebkräfte der menschlichen Psyche, Traum- und Rauschzustände zu Inspirationsquellen einer Kunst, die subjektive "Innenwelten" erkunden und in symbolkräftigen Bildern von schlagender Direktheit veranschaulichen will.
Kunst und Leben, Erhabenes und Triviales, Schönes und Schockierendes vereinen sich zu schillernden Synthesen, in denen das Hinter- und Abgründige der menschlichen Seele ausgelotet werden soll. Forcierter Realismus und kalkulierte Verfremdung alltäglicher Objekte und Sehgewohnheiten sind die komplementären Darstellungsmittel surrealistischer Kunst. Dabei bedingen die experimentellen Verfahren einen erweiterten Kunstbegriff:
Die neuen Gattungen Collage und Objektkunst erweitern die traditionellen Gattungen Malerei und Plastik, und die neuen Medien Fotografie und Film bieten sich augrund ihrer apparativen Struktur für die objektivierende Beglaubigung subjektiver Bildinhalte an.
"Surrealismen" als intermediale Bildstrategien zur Veranschaulichung des Subjektiven sollen im Seminar aus interdisziplinärer Sicht - und unter Anleitung eines interdisziplinären Dozententeams aus Kunstgeschichte und Filmwissenschaft - erarbeitet werden: Chronologisch reicht das Spektrum von den künstlerisch-literarischen Vorläufern surrealistischer Kunst im Symbolismus des 19. Jahrhunderts bis zu Vertretern der "zweiten Generation" des surrealistischen Films der 1960er Jahre.
Zeit: 14-täglich, Mo 27.4., 11.5., 25.5., 8.6., 22.6., 6.7., 20.7. jeweils von 17.00 - 20.00 Uhr
Das Hauptseminar ist Bestandteil des Elitestudiengangs „Historische Kunst- und Bilddiskurse“ und richtet sich darüber hinaus an die Studierenden der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte im Hauptstudium.
Anmeldung erfolgt schriftlich bis zum 28. Februar an die Dienstadresse von Prof. Balme. Diese Anmeldung muss neben persönlichen Daten enthalten: Nachweis der ZwP (für HF) bzw. der notwendigen Grundstudiums-Scheine für NF sowie eine kurze Darlegung des besonderen Interesses. Die Studierenden des Elitestudiengangs sind von der Anmeldung befreit.
In Abgrenzung zum Begriff der Interkulturalität, die auf der traditionellen Auffassung von inselartigen Einzelkulturen beruht, bezeichnet Transkulturalität einen dynamischen Prozess, in dem sich die Kulturen vermischen. Transkulturalität umspannt das weite Feld von Globalisierungs- und Partikularisierungstendenzen, worin sich die fest gezogenen Grenzen zwischen Eigenem und Fremden permanent verschieben. Dieser Neukonzeptualisierung liegt ein grundlegend verändertes Kulturenverständnis zugrunde, das auf die Beobachtung zunehmend hybrider Gesellschaften reagiert, welche sich im Zuge von Migrations- und Globalisierungsprozessen, aber auch durch moderne Transportsysteme und Kommunikationstechnologien herausgebildet haben. Die Vorstellung von Identität steht in einem produktiven Spannungsverhältnis zur Transkulturalität: zum einen fördert Transkulturalität die Formung ‚neuer’, kulturell hybrider Identitäten, zum anderen stellt sie ‚herkömmliche’ Identitätskonzepte in Frage, die etwa auf nationalen, regionalen oder ethnischen Zugehörigkeiten basieren. Die Übertragung des Transkulturalitätskonzepts auf Produktions- und Rezeptionsweisen in Theater und Film eröffnet zum Teil neue Perspektiven auf die komplexen kulturellen Kontexte, in denen sich Figuren, Regisseure und Zuschauer bewegen. Wie Transkulturalität und Identität in Theater und Film inszeniert und reflektiert werden, wird im Seminar an ausgewählten Beispielen beleuchtet. Einzelne Werke (z.B. von Ang Lee, Deepa Mehta, Mira Nair, Tsai Ming-liang, Fatih Akin, Atom Egoyan, Robert Lepage, Feridun Zaimoglu u.a.) werden dabei ebenso gewürdigt wie ausgewählte Standardsituationen und Motive, darunter die Ikonographie der ersten Begegnung, die Heimkehr in die Fremde, Momente der Transgression oder das cross-dressing der Kulturen.
Reflexivität und Materialität: Die Medien der Kunst (ausgehend von Walter Benjamin)
(Zimmermann - Ensslin - Kisser - Coelen)
Ort: München, Bibliothek der Instituts für Romanistik der LMU, Ludwigstr. 25, 4. Stock, rechter, „französischer“ Flügel
Zeit: 6. - 8.4. Montag bis Mittwoch, jeweils ab 9h30 (!) bis ca. 18h30 mit einer längeren Mittagspause
Gegenstand der Sitzungen sind zunächst einzig die Benjamin-Texte. Es wird davon ausgegangen, dass diese gelesen sind und wir sie uns im gemeinsamen Gespräch weiter erarbeiten. Es wird daher keine Referate oder geplanten Beiträge geben – einzig die DozentInnen werden einleitende
Bemerkungen machen –, sondern vielmehr die kollektive Verantwortung für das Seminar vorherrschen. Die Texte Benjamins sind sehr komplex und oft schwierig, und die Methoden der aufmerksamen Lektüre und des gemeinschaftlichen fragenden Studiums sind die ihr angemessenen.
Ergänzende Erläuterung zu bestimmten philosophischen, literarischen und theoretischen Kontexten oder Bezugnahmen (Frühromantik, Kant, Idealismus, Luhmann, Barock), werden hier und dort auf Fragen, die uns in Venedig beschäftigen werden, hinleiten.
27.4. - 1.5. Blockveranstaltung in Venedig, Venice International University, San Servolo
Sommersemester 2010:
Die Lehrveranstaltungen im Überblick und als Kalender (PDF 37kB). Detailinformationen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen [mehr] 25.03.10
Frühjahrsakademie über "Portrait" in Florenz, 31.5. - 5.6.2010, Bewerbungs-Deadline 20.1. (!), Internationales Netzwerk für Kunstgeschichte. [mehr] 21.12.09
"Demokratisierung des Luxus in der Malerei des 19. Jahr- hunderts. Portrait und Genre bei John Everett Millais"
Vortrag von Nele Putz, Absol- ventin des Studiengangs, anläßlich der Absolventenfeier des Elitenetzwerk Bayerns [mehr] 12.11.09
Die Broschüre mit ausführ- lichen Informationen über den Studiengang steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung Broschuere (PDF 450kB)